Sonntag, 15. April 2012

Typisch Amerikanisch Teil VI: It's a little chilly around here...

Sie sind überall. Du kannst ihnen nicht entkommen. Wohin du auch gehst, sie werden dich finden...Wovon ich rede? Ich rede von der Personifizierung des Bösen, der allgegenwärtigen Klimaanlage!
Klimaanlagen heißen hier Air Conditioning (oft auch AC abgekürzt beim reden). Und sie sind wirklich überall: zu Hause, in der Schule, in der Mall, in der Kirche, in Geschäften, im Auto, etc. etc. Ich hatte glaube ich am Anfang schonmal erwähnt wie kalt es in der Schule ist. Das wirkt sich auch auf die Kleidung der Schüler aus, die nämlich überhaupt nicht jahreszeitenmäßig angepasst ist. Im Sommer laufen da Leute mit UGG Boots und Pullis rum, die Abgehärteten aber auch in T-Shirts und kurzer Hose. Eigentlich ändert sich das das ganze Jahr über nicht. Ich gehöre übrigens zur Pulli-Fraktion, falls ihr das nicht schon erraten habt^^ Ich dachte, ich würde mich irgendwann dran gewöhnen, aber selbst nach 8 Monaten finde ich es immer noch schweinekalt. Die meisten Amerikaner können das nicht nachvollziehen, weil sie es ja nicht anders kennen. Ich finde es einfach nur eine maßlose Energieverschwendung. Klar, bei 40°C draußen im Sommer will man es drinnen nicht so heiß haben, aber es deshalb dann im Haus auf 15° abzukühlen macht doch keinen Sinn. Im Winter wird dann aber auch total wenig geheizt weil es ja so "teuer" ist. Also friert man sich im Winter dann auch wieder den Arsch ab. Der Pulli in der Schule hilft dazu noch kaum, in manchen Klassenräumen friere ich richtig heftig und habe sogar Probleme beim schreiben weil meine Finger fast taub sind (ist nichtmals ein Scherz). Aber meine Hände sind ja sowieso immer kalt ;) 
Die ständige Kälte und der Temperaturwechsel von draußen (um die 30°) nach drinnen (um die 18°) bescheren mir dazu noch eine nervige Dauererkältung. Dafür gibt es hier aber zum Glück keine Bäume gegen deren Pollen ich allergisch bin, sodass ich den ersten heuschnupfenfreien Frühing seit vielen, vielen Jahren erlebe. Wobei...ich würde sogar meine Allergie gegen normaltemperierte Häuser eintauschen, glaube ich.

Mittwoch, 4. April 2012

Wirbelwirbelwirbelwiiiiirbel

Huhu! Eigentlich wollte ich ja weiter über Tennessee berichten, aber gestern ist dann etwas passiert, dass noch ein klein bisschen interessanter ist: Gestern, am 3. April, sind in Arlington/Dallas 10 Tornados aufgetaucht! 
Ich bin morgens ganz normal zur Schule gegangen, nichts böses ahnend (wie auch, die letzten Tage hatten perfektes Wetter mit bis zu 30°C, nur um euch mal ein bisschen neidisch zu machen :p) und bis zum Lunch hab ich auch nichts vom Wetter mitgekriegt, weil meine Klassenräume keine Fenster hatten. Dann sah ich aber plötzlich, dass es voll dunkel war und regnete. Aber selbst da dachte ich mir nichts dabei, das Wetter hier kann sich nämlich rasend schnell ändern. Nach meinem Lunch ging ich zu meiner Musical Theatre Klasse, wo plötzlich alle von einem Tornado redeten! Ich, total verwirrt, frage meine Klassenkameradinnen (zur Erinnerung: wir sind nur 8 Mädchen in der Klasse) was los sei und ob da draußen wirklich ein Tornado wäre. Ein Mädchen, Kahlan, erzählte mir, dass ihr Freund, der in Arlington wohnt ihr eine SMS geschrieben hatte in der stand, dass ein Tornado gerade direkt neben seinem Haus war! 
Ich wollte sofort nach draußen und den Tornado suchen gehen (ich meine, wie oft im Leben hab ich die Chance einen zu sehen???) aber ich durfte nicht -.- Voll gemein sowas^^ Die hielten mich auch allesamt für total durchgeknallt, weil ich unbedingt nach draußen wollte xD Als die Schule vorbei war, waren die Tornados leider schon nach Dallas weitergezogen, aber draußen sah es trotzdem noch gruselig aus: Es war stockduster, obwohl es grade mal 2 Uhr mittags war. Windig war es eigentlich nicht, eher merkwürdig still. Der Himmel war echt übel dunkel, ich habs versucht zu fotografieren, aber das kommt auf den Bildern nicht rüber. Kaum war ich im Bus, fing es schon wieder an zu regnen. Und wie. Falls ich es noch nicht erwähnt habe: Even the rain is bigger in Texas. Und weil das Wasser hier irgendwie nicht richtig ablaufen kann, verwandelte sich die Straße bald in einen kleinen Fluss, und von Brücken rannen ganze Sturzbäche herunter. Das alles nach ungefähr 10 Minuten Regen... 
Unserem Haus ist nichts passiert, und auch sonst hab ich keine Schäden gesehen. Ein paar Stunden später erfuhr ich aber, dass einer der Tornados weniger als 1 Meile von unserem Haus entfernt war und das ist schon gefährlich nah. Ich glaube, es gab keine Toten, aber ein paar Verletzte und ziemlich viele kaputte Dächer, entwurzelte Bäume, LKWs die durch die Luft geschleudert wurden, aufgerissene Straßen, usw. Hier ist noch ein Video wo man die LKWs fliegen sieht:
Qualität ist nicht so gut, man muss etwas genauer hingucken. 
Ich hoffe echt, dass ich nochmal die Chance bekomme, einen live zu sehen. Natürlich will ich nicht, dass irgendwer verletzt wird oder so, aber es ist halt schon irgendwie cool. 
Heute war dann übrigens wieder blauer Himmel und strahlender Sonnenschein, als wär überhaupt nichts passiert :D

P.S.: Wenn ihr die Videos nicht sehen könnte, weil Youtube so gemein zu Nicht-Amerikanern ist, sagt mir bitte Bescheid. Ich versuchs dann nochmal anders.
 

Sonntag, 25. März 2012

Chattanooga: The Battle Above The Clouds

Was sich im Titel anhört wie der Name eines Videospiels, ist in Wirklichkeit der erste richtige Zwischenstopp, den wir auf unserem Weg nach Gatlinburg, Tennessee gemacht haben.
Vom 10. bis zum 18. März hatten wir in Texas Spring Break, also sowas wie Osterferien, nur nicht an Ostern. Am Freitag davor sind wir direkt nach der Schule losgefahren, denn vor uns lag ein dreitägiger Trip durch die Südstaaten der USA. Von Texas aus sind wir erstmal quer durch Louisiana gefahren, um dann eine Nacht in Mississippi zu übernachten, (morgens seeehr früh aufzustehen) und am nächsten Tag durch Alabama und Georgia zu fahren, bis wir schließlich nachmittags in Chattanooga im Bundesstaat Tennessee ankamen. 

Zuerst besichtigten wir "Lookout Mountain", ein Berg, der einfach so in einer sonst recht flachen Umgebung rumsteht. Wir sind also hoch auf die Spitze (ratet mal wie...wir sind nicht gelaufen :p) zum "Point Park", der ein National Military Park ist. In der Mitte stand auch so ein rieesen Denkmal. In 1863 fand dort nämlich das "Battle Above The Clouds" statt. Damals hatten sich die Konföderierten oben auf dem Berg verschanzt und eine Truppe der Union musste die Berghänge hochklettern, wodurch sie kein Ziel der konföderierten Artillerie werden konnten. Der restlichen Truppen der Union die dort waren standen am Fuß des Berges und konnten wegen starken Nebels und der tiefhhängenden Wolken nur vermuten was dort oben passierte. Deswegen wird diese Schlacht auch "Die Schlacht über den Wolken genannt". Achja, die Union hat übrigens gewonnen ;)

Auf dem Berg hatte man eine grandiose Aussicht auf die darunterliegende Stadt. Gaaaanz weit hinten am Horizont konnte man sogar ein Atomkraftwerk sehen^^ Der große Fluss ist der Tennessee River, wo wir später auch spazieren gegangen sind.

Donnerstag, 22. März 2012

"Houston, we've had a problem here."

Hallooo :) 2 Wochen vor der Spring Break sind meine Gasteltern, der Däne, Echo und ich nach Houston gefahren. Echo (englisch ausgesprochen, also ungefähr "Ecko") ist die taiwanesische Austauschschülerin von Freunden von uns. Sie ist in einem "Rotation-Program", in dem die Schüler alle 3 Monate absichtlich ihre Gastfamilien wechseln. Fänd ich irgendwie doof, aber sie findet es nicht schlimm. Echo ist natürlich nicht ihr richtiger Name, das lustige ist nämlich, dass die meisten asiatischen Austauschschüler ihren Namen in den USA ändern müssen, weil die kein Mensch aussprechen kann. Ich hab sie einmal nach ihrem richtigen Namen gefragt... Äääh ja. Der Namenswechsel macht schon seinen Sinn.
Wir fuhren also freitags nach der Schule ca. 4 Stunden nach Houston. Nach dem Frühstück am morgen (es gab Texas-Shaped-Waffles, mmmmhm...) ging es dann auch schon los, damit wir pünktlich zur Öffnungszeit um 10 am Space Center waren. Wir mussten nur noch 10 Minuten warten und ab ging es zur ersten Tour. Das war eine Art Bahn, die durch das Gelände fuhr. Als wir uns gerade in einen Waggon gesetzt hatten, kamen ein paar bekannte Gesichter auf uns zu: Lustigerweise hatten Rabea und ihre Familie zur gleichen Zeit einen Ausflug ins Weltraumcenter geplant wie wir! Und es kommt noch besser: Genau das gleiche, genau zur gleichen Uhrzeit und am gleichen Ort ist das letztes Jahr auch schon passiert mit Dominique (meine Vorgängerin) und Nellie (Rabeas Vorgängerin)! Merkwürdig, oder?

Diese Bahn fuhr also los, als erstes zum Mission Conrol Center, dass man auch in Filmen wie "Apollo 13" sehen kann (guter Film übrigens). Von der, so weit ich weiß, alle Weltraummissionen der USA gesteuert wurden. Wir konnten durch eine Glasscheibe in den Raum gucken, während uns ein Typ so ein paar Sachen erzählt hat über die Geschichte der Raumfahrt. Als nächstes ging es weiter zu einem Memorial für die Astronauten, die bei schiefgelaufenen Missionen gestorben sind, z.B. als damals dieses Space Shuttle beim Start explodiert ist. 
Das aller coolste war aber die rieeeeesige Rakete, eine Saturn V, die in einer großen Halle lag. Mann, war die GIGANTISCH! Vor dieser Halle standen noch kleinere Raketen, zum Beispiel die, mit der der erste Amerikaner ins Weltall geflogen ist (nicht der erste Mensch, da waren die Russen schneller). 
Nach der Tour sind wir zurück ins Gebäude gegangen und haben uns den Rest angeguckt. Unter anderem waren wir bei einer Art Vorstellung der Mars-Missionen und des Mars-Rovers "Curiosity", der gerade auf dem Weg zum roten Planeten ist. Ich glaube der kommt im August oder so an und soll dort irgendwelche Gesteine analysieren. Danach gingen wir zu einem Kinosaal mit einer übergrossen Leinwand (hört sich jetzt toll an, aber das Bild war deswegen irgendwie total verpixelt und weil die Leinwand so riesig war hab ich Kopfschmerzen bekommen, weil man die mit den Augen gar nicht auf einmal erfassen konnte). Der Film war aber sehr interessant, es ging um die Raumstation ISS, wie die entstand und aufgebaut ist. Außerdem waren wir noch in einer kleinen Ausstellung, wo Raumanzüge, Raumkapseln, Weltraumessen (baaah) usw. zu sehen waren. Am Ende konnte man einen echten Mondstein anfassen, was ich natürlich auch gemacht hab :p

Irgendwann hatten wir dann alles gesehen und fuhren nach Galveston, einer Stadt an der Golfküste. Vor Jahren wurde die mal komplett von einem Tornado zerstört, deswegen gab es da nicht wirklich alte Gebäude. Als wir ankamen war richtig schlechtes Wetter, es war bewölkt und regnerisch, aber trotzdem konnte man sehen wie schön die Stadt eigentlich ist wenn die Sonne scheint. Wir sind in ein paar Läden gegangen die ganz nett waren und sind dann später an den Strand gefahren. Wegen des Wetters war das nicht so besonders spektakulär und der Strand lag auch direkt an einer viel befahrenen Strasse, aber es war das Meer :) Weit in der Ferne konnte ich sogar zwei Ölbohrinseln sehen. Als vor 2 Jahren diese Ölkatastrophe passiert ist, kam das auch an den Strand an dem wir waren, aber das ist alles schon lange wieder weg. Liegt jetzt vermutlich aufm Meeresgrund oder so...Keine Ahnung wo das hinverschwunden ist. 
Abends sind wir in ein mexikanisches Restaurant gegangen und dort habe ich etwas riiiiiiichtig leckeres gegessen: eine Garden-Fajita :D Suuuuuuperlecker. War nur leider zu viel und ich war so voll dass ich nicht alles aufessen konnte :( 
Am Sonntag ging es dann wieder 4 Stunden mit dem Auto nach Hause.

Und hier noch ein paar Bilder, die nicht in den Text gepasst haben:


 



Astronauten-Essen
sehr appetitlich, oder?^^

Sonntag, 18. März 2012

Zoo-Time!!!

Hallo und herzlich willkommen bei "Sorry, dass es so lange gedauert hat, ich versuche jetzt alles nachzuholen". Ich hoffe Sie genießen die Show.

Vor ein paar Wochen sind meine Gastmutter, der Däne, Milena und ich nach Fort Worth in den Zoo gegangen. Ich lieeeeeeebe ja Zoos, außer den in Wuppertal, wegen Grundschulkindergeburtstagstrauma. Ich war da bestimmt um die 15 mal oder so^^ 
Naja, wie auch immer, wir hatten wunderwunderschönes Wetter, strahlende Sonne und um die 25° und zu voll war es auch nicht. Ich werd jetzt gar nicht so viel schreiben sondern einfach die Bilder posten :) Klick macht Bilder groß :p




















Es gab auch ein Insekten-/SPINNEN-/Reptilienhaus. Ich bin ja noch mit reingegangen, aber als ich Milena sagen hörte: "Oh guck mal, da ist eine Tarantel!", hab ich mich irgendwo hingestellt (weit genug entfernt von den Glaskästen an den Wänden), auf den Boden geguckt und mich nicht von der Stelle gerührt bis wir alle rausgegangen sind. Dazu muss ich sagen, dass ich seit ich hier bin, noch keine einzige Spinne gesehen habe, nichtmals ganz kleine. Dafür aber diese eklige Kakerlake die mir damals fast ins Gesicht gesprungen ist...*schauder*
Nach dem Zoo sind wir alle zu "Pappa's Burger" gegangen und dort habe ich den leckersten Oreo-Milkshake auf der ganzen Welt getrunken. Mmmmmmmhm das war soooooooo lecker. Ich hoffe da gehen wir nochmal hin :)

Newsmix zum zweiten

Huhuu :) An meiner Schule gibt es so einen Typen, der für das Jahrbuch arbeitet und der mit mir im gleichen Englischkurs sitzt. Er macht immer Bilder von mir mit seiner Kamera die er jedes mal mit dabei hat (ihr wisst wovon ich rede...*seufz*). Jedenfalls hatte er mich gefragt ob er einen Soundslide (Abfolge von Bildern mit unterlegtem Audio) von mir machen könnte für die Schulwebsite und ich hab ja gesagt (und es später bereut). Ich musste ihm meinen Stundenplan geben, damit er mir in der Schule herumfolgen konnte und somit Bilder aus meinem Alltag hatte. Ich hab ihm auch ein paar von meinen Bildern gegeben die ich im Laufe der Zeit gemacht hatte. Jedenfalls hat er mich dann irgendwann interviewed und alles zu einem Video zusammengebastelt. Ich hab es mir nicht angehört aber angeguckt. Die meisten von euch kennen das zwar bestimmt schon, aber ich wollts trotzdem nochmal festhalten ;)
Achja, die Lehrerin in ca. der Mitte des Videos ist meine Englischlehrerin Mrs. Kilgore. Die beste Lehrerin der Welt :)


Montag, 27. Februar 2012

Newsmix zum ersten

Halloho :)
Meinen Vorsatz fürs neue Jahr hab ich ja mal so gar nicht eingehalten xD Jetzt bekommt ihr erstmal eine Zusammenfassung von den Dingen die in den letzten Wochen passiert sind.
Seit 6 Wochen läuft jetzt schon das 2. Semester. In meinem Stundenplan hat sich nicht besonders viel geändert. Vorher sah das so aus:

        A-DAY                   B-DAY
  1. Algebra II          Teen Leadership
  2. AP-Biology         Choir
  3. US-History         Photojournalism
  4. English III          Musical Theatre
Und jetzt so:

       A-DAY                     B-DAY
  1. Algebra II           Photojournalism
  2. AP-Biology          Choir
  3. US-History          Culinary Arts
  4. English III           Musical Theatre
Wie ihr seht, hat sich am A-Day gar nichts verändert. Weil Teen Leadership nur ein Halbjahreskurs war, musste ich mir noch ein Fach aussuchen und ich habe mich für Culinary Arts entschieden. Genauer gesagt "Intro to Culinary Arts". Auf gut deutsch: "Kochen für Dumme". Genau der richtige Kurs für mich, für die eine Tiefkühlpizza noch das Höchste der Gefühle ist ;) (Tiefkühlpizzaaaaaaaaaa :O)
Meine Lehrerin heißt Mrs. Callahan (oder auch "Coach", weil sie der Softball-Coach ist^^) und ist total nett. Bisher haben wir noch nicht viel gekocht, sondern eher Theorie gemacht (Hygiene, Maßeinheiten, Sicherheit in der Küche, verschiedene Jobs in der Koch-Branche, wenn ein Messer runterfällt...fang es nicht auf!, usw...). Wenn wir dann doch mal kochen, sind wir in Gruppen von 4-6 Leuten unter denen wir 4 Jobs aufteilen und uns jedes Mal abwechseln:
  • Executive Chef: der einzige der wirklich kocht
  • Sous Chef: passt auf, dass auch jeder seine Arbeit macht und trocknet Geschirr ab
  • Prep Cook: holt alle Zutaten und Töpfe/Pfannen/etc. vom Lehrerpult und bringt sie hinterher zurück
  • Dishwasher: spült das Geschirr
Bisher war ich Sous Chef (Breakfast Burritos, hmmm...), Prep Cook (GOOP Lab) und Dishwasher (Cowboy Cookies). Nächstes Mal bin ich dann mit dem Kochen an der Reihe, ich glaube wir machen Pommes...Von den Labs (Lab = Laboratorium, Praktikum) die wir schon hatten, waren die Breakfast Burritos (Tortillas gefüllt mit Rührei und Bacon) am besten und das GOOP Lab am schlechtesten. Das waren so eine Art klebrige Cookies die man nicht backen musste und die aus Maissyrup, vieeeeel braunem Zucker, Chocolate Chips, Cornflakes, Rice Crispies und Peanut Butter (örks) bestanden. Dieses Rezept war besonders, weil anstatt "1 Tasse Zucker" oder "1 Teelöffel Erdnussbutter" Maßeinheiten wie "6 Tropfen", "2 Handvoll", "10 Prisen", "3 Schippen" (macht auf Englisch mehr Sinn xD), "4 Dribbel" und sowas angegeben waren und so kam bei jeder Gruppe was anderes bei raus. Mal fester, mal weicher, mal süßer, mal schokoladiger...Coach Callahan sagte, wir wären ihr erster Kurs in dem die Cookies von jeder Gruppe essbar gewesen wären. :D

In US-History haben wir letzten Monat über den 2. Weltkrieg geredet und haben auch viele Videos und Clips geguckt, in denen teilweise Deutsch geredet wurde. Besonders die amerikanischen Propaganda-Videos waren superlustig, meine Mitschüler haben mich immer ganz komisch angeguckt während ich mir voll einen abgelacht habe und die kein Wort verstanden haben^^ Manchmal musste ich auch irgendwas übersetzen, wie Propaganda-Poster zum Beispiel. Sehr interessant fand ich, dass WWII in den USA nicht viel anders unterrichtet wird als in Deutschland. Vielleicht liegt das aber auch an meiner Lehrerin, die selber ein eher kritisches Bild von Amerika hat. Klar liegt der Fokus mehr auf den USA und was hier passiert ist, aber dass ist ja selbstverständlich. Im Moment nehmen wir den Kalten Krieg durch und danach kommen die Hippies, yeaaaah ;D Das wird totaaaal lustig werden mit Mrs. Williams! 
Wenn man vom Teufel spricht...die ist grad reingekommen^^ Ich sitze nämlich gerade in meiner US-History Klasse während ich schreibe, natürlich nicht am PC sondern auf ein Blatt Papier, damit ich das zu Hause nur noch schön abtippen muss :)
Jetzt sind wir in den 2. Stock gegangen, wo die anderen mit Beratern ihren Stundenplan für nächstes Jahr aufstellen. Deswegen hab ich jetzt nichts zu tun ;) Dafür hab ich aber schon meinen "Class Rank" bekommen, der anzeigt, auf welchem Platz meine Noten im Vergleich zu allen Schülern meiner Stufe stehen. Ich bin auf Platz 32 von 540 Juniors! Ziemlich cool, oder?^^

Im Chor hatte mich Mr. Z anfang des Semesters in den 2. Sopran gesteckt (ich singe sonst immer im ersten) und das fand ich total dooooof, weil ich nicht so tief singen kann und der ohnehin schon nicht so spaßige Chor noch blöder wurde. Also hab ich Mr. Z nach ca. 3 Wochen gefragt, ob ich zurück in den 1. Sopran dürfte und er hat es widerstrebend erlaubt, nicht ohne anzumerken, dass ich wohl ziemlich stur sei. Naja, was soll ich sagen...wo er Recht hat, hat er Recht :p
In 2 Wochen haben wir "Spring Break", sozusagen Osterferien die nicht an Ostern sind. Es ist nur 1 Woche, aber wir fahren in den Urlaub! Und zwar nach Tennessee in die Great Smoky Mountains :) 

Jetzt zu den großen Neuigkeiten, die einige von euch eh schon wissen: Seit 1 Woche wohnt ein dänischer Austauschschüler bei uns. Er heißt Mathias, ist 16 Jahre alt und nur für das 2. Semester hier. Irgendwas war los mit seiner ersten Gastfamilie und deswegen musste er von einem Tag auf den anderen wechseln. Seitdem wohnt er hier, bis er eine neue Familie gefunden hat. Er geht auch schon seit Januar auf meine Schule, aber Rabea und ich haben ihn dort vorher nie gesehen...war echt seltsam. 
Er war auch mit auf dem Ausflug nach Houston letztes Wochenende, der noch einen extra Post bekommt. 
Das wars für heute, ich hoffe ihr seid zufrieden, denn meine Finger tun vom ganzen tippen weh ;)

Donnerstag, 9. Februar 2012

Medieval Times...mehr oder weniger ;)

Halloho :) Erinnert ihr euch noch an diesen "Wettbewerb" den wir in der Jugendgruppe in der Kirche hatten? Wo ich im roten Team war und wir verschiedene Spiele gespielt haben wo man Punkte gewinnen konnte? Jedenfalls hatte mein Team gewonnen, was ziemlich ueberraschend war^^ Das ist jetzt schon ziemlich lange her, aber unseren "Preis" haben wir letzten Monat erst eingeloest. Wir hatten freien Eintritt zu der Show "Medieval Times" die normalerweise $50 kostet ;) Ich war ziemlich gespannt darauf, weil ich wissen wollte wie die Amerikaner das Mittelalter so darstellen, da es hier ja eigentlich kein Mittelalter gab. Ich hab natuerlich nicht erwartet, dass es so ist wie auf den deutschen Mittelaltermaerkten oder so^^ Und egal wie es sich jetzt anhoert was ich darueber erzaehle, auf eine ganz eigene Art und Weise war es echt toll! 


Wir sind mit einem Bus hingefahren und nach ca. 30 Minuten angekommen. Ich hab auch Bilder gemacht, aber die kann ich erst zu Hause einfuegen. Nachdem wir den Eintritt bezahlt hatten (fuer die Leute aus dem roten Team wars ja gratis *g*) haben wir von einer mittelalterlich gekleideten Dame eine blaue Pappkrone bekommen. Die Farbe bezeichnete den Teil der Tribuene in der Arena in dem wir sitzen wuerden. Die Arena war im Gebaeude, in der Mitte war ein ovaler Sandplatz und drumherum waren die Tribuenen, die mit Scheinwerfern in verschiedene Farben getaucht waren. Es waren nicht normale Sitze wir man erwarten wuerde, sondern Baenke mit schmalen Tischen davor (schwer zu beschreiben). Wir gingen also zum blauen Teil und setzten uns an unsere Tischreihe. Jeder hatte einen Teller, eine Schale und einen Krug aus einem schweren Material. Ich weiss nicht genau was es war, Stein oder Metall oder so. Waehrend der Show gabs naemlich was zu essen! :D 
Das Programm bestand hauptsaechlich aus einer Art Lichtershow mit den Scheinwerfern und Kunstnebel, Showkaempfen und Pferden. Auf dem Sandplatz haben naemlich die Ritter "gekaempft" oder getjostet. Fuer jede Farbe gab es einen Ritter + Pferd, wir haben natuerlich den blauen Ritter angefeuert :)
Es war natuerlich ueberhaupt nicht authentisch (nicht das ich das erwartet haette :p), zum Beispiel gab es Pepsi oder Eistee zu trinken und das essen wurde von Plastikschuesseln, die mit Alufolie zugedeckt war (damits warm blieb) serviert. Jeder Teil der Tribuene hatte uebrigens seinen eigenen Kellner. Das Essen war eigentlich ganz gut, das bloede war nur, dass es kein Besteck gab und man mit den Fingern essen musste. Wenn die sonst schon nichts authentisches machen, warum dann gerade das?? Naja, am Ende gabs dann noch so ein eingepacktes feuchtes Kleenex (gibts da nicht ein Wort fuer? ich weiss grad nicht wie die heissen) zum Haende saubermachen ;) Ausserdem gabs es unter anderem auch Tomatensuppe und Backkartoffeln zu essen und Tomaten und Kartoffeln hatten die Menschen im Mittelater doch gar nicht :O Aber ich glaub ich nehms mal wieder zu genau, und wie gesagt, auch wenn es nicht wirklich mittelaterlich war, war es trotzdem toll und lecker und hat viel Spass gemacht! Bilder/Videos folgen heute nachmittag :)